Montag, 5. Dezember 2016

Projekt Schwarz-Weiß-Quilt: Fertig!

Mein Beitrag zu unserem Gemeinschaftsprojekt Schwarz-Weiß-Quilt ist fertig! Ein dickes Dankeschön an meine Mitstreiterinnen Regula, Fränzi, Olga, Monika, Alexa, Claudia, Babette, Frau Zuckerrübchen, Marietta, Wiebke und Floh, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen und niemals so aufregend und schön geworden wäre. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Nach und nach werdet Ihr unten auch die Beiträge der anderen Teilnehmerinnen sehen können...

Das Projekt funktionierte so: Jede von uns entwarf einen 27x27 cm großen Block und nähte ihn zwölf Mal, elf Mal für die anderen Quilterinnen und einmal für sich selbst. Die einzige Vorgabe war, dass er ein Patchwork aus schwarzen und weißen Baumwollstoffen sein sollte. Mein Block zum Beispiel zeigt drei tanzende Rauten. Bis Ende September trudelten per Post (hier und hier zu sehen) die Blöcke der Anderen ein. Dieser erste Teil des Projekts war einfach herrlich - elf Mal einen Umschlag im Briefkasten zu finden, ihn voller Spannung zu öffnen und staunend und begeistert den Block herauszuziehen.

Als alle Blöcke eingetroffen waren, begann der zweite, ebenfalls tolle Teil des Projekts: Aus den zwölf Teilen konnte nun jede von uns ihren eigenen einzigartigen Schwarz-Weiß-Quilt zusammenzustellen. Wie, war jeder selbst überlassen. Man konnte die Blöcke ergänzen, kombinieren, mit einem Rand versehen oder weitere Blöcke hinzufügen. Nachdem ich eine Weile lang Papierstücke hin und her geschoben hatte, setzte ich mich an den Rechner und entwarf dort weiter. Letztlich habe ich mich für ein Layout entschieden, bei dem die Blöcke so arrangiert werden, dass ihr Design ineinander fließt und sie Teil eines Ganzen werden.

Der Einfachheit halber habe ich wieder auf die Streifen-Methode zurückgegriffen. Dafür teilt man den Quilt in Streifen, die erst gequiltet und dann zusammengesetzt werden. Ich habe nur eine normale Nähmaschine und mag es gar nicht, wenn sich zuviel Stoff darunter türmt und das Quilten anstregend wird. Streifen Nr. 1 ist ca. 27 cm, Streifen Nr. 2 37 cm und Streifen Nr. 3 52 cm breit. Das sind Abmessungen, die man gut handeln kann. Die fertige Decke ist ca. 112 x 180 cm groß.

Als erstes wurden die einzelnen Streifen hergestellt. Die Zwischenräume zwischen den Blöcken habe ich mit schwarzen und weißen, teilweise dem Design der Blöcke folgendem Patchwork gefüllt. Der fertige Streifen wurde dann auf Thinsulate-Vlies und den Rückseitenstreifen gesteckt und mit einfachen geraden weißen Linien gequiltet. Damit sie parallel laufen, habe ich alle 2 cm eine Linie mit Kreide vorgezeichnet und die dazwischen nach Augenmaß genäht.

Am Rand des Streifens habe ich einige Zentimeter ungequiltet gelassen, um dort den nächsten Streifen ansetzen und die Naht auf der Rückseite verdecken zu können. Vor dem Aneinandernähen wurden die Rückseitenstoffe umgeklappt und festgesteckt, damit sie nicht versehentlich mitgefasst wurden. Als die beiden Streifen verbunden waren, habe ich die Rückseitenstoffe eingeschlagen übereinandergelegt, geheftet und schließlich durch die Quiltnähte in dieser Lage befestigt.

Die Rückseite besteht aus lauter wunderbaren schwarz-weiß gemusterten Stoffen. Erst habe ich gezögert, sie zu verwenden, dann aber gedacht, dass bei einem so aufwendigen Projekt auch die Rückseite schön sein sollte. Weil die Länge der Stoffe nicht reichte, habe ich jeweils mehrere zusammengefügt, um auf die Größe der Streifen meines Tops zu kommen. Auch hinten gibt es also - passenderweise - ein schwarz-weißes Patchwork zu sehen.

Nachdem Streifen Nr. 2 und Streifen Nr. 3 miteinander verbunden waren, hatte die Decke schon ordentliche Ausmaße angenommen und die Handhabung wurde allmählich mühsamer. Jetzt wurde noch der schmalste Streifen, Nr- 1, angenäht, der ebenfalls schon bis auf den Ansatzbereich fertig gequiltet war. Hier sieht man den umgeklappten Rückseitenstoff, der nach dem Nähen zurückgeschlagen, festgesteckt und von Hand festgeheftet wird.

Mit den noch fehlenden Quiltnähten im Übergangsbereich wird die Rückseite mit der Vorderseite verbunden. Diese Methode habe ich hier zum ersten Mal probiert, und sie gefällt mir gut. Die Übergänge zwischen den einzelnen Streifen sind auf der Vorderseite nahezu unsichtbar und auch auf der Rückseite unauffälliger und um Welten schöner als bei dem Verdecken mit Schrägband, wie ich es bei meiner grünen Dreieckesdecke gemacht habe.

Für den Rand wollte ich dieses Mal kein fertiges Schrägband verwenden. Also habe ich aus einem der schwarz-weiß gemusterten Stoffe selbst Schrägband hergestellt. Das war gar nicht so schrecklich aufwendig, wie man annehmen könnte, und man braucht auch keine Unmengen an Stoff dafür. Ich habe das Band von vorne mit der Maschine angenäht, umgeschlagen und auf der Rückseite von Hand festgenäht. Fertig, in die Waschmaschine damit - und ab in den Schnee zum Fotografieren. Oh, ich mag sie, diese Decke...



Nach und nach werdet Ihr hier auch die Projekte der anderen Teilnehmerinnen sehen können:

Fränzi | Verflixxt & zugenäht

Freitag, 2. Dezember 2016

Freitags | Rebus #116

Jeden Freitag suchen wir hier ein Buch, einen Film, ein Lied, einen Ort, einen Gegenstand, eine Person oder ein Tier, versteckt in einem oder mehreren Bildern. Wer gerne rät, ist herzlich dazu eingeladen. Eure Kommentare bleiben verdeckt und werden gegen Abend veröffentlicht. Unter allen richtigen Antworten verlose ich ein virtuelles Bienchen - und wer drei Bienchen gesammelt hat, bekommt von mir eine kleine Überraschung per Post.

Heute suchen wir einen allgemein bekannten, ziemlich dicken Schmöker, der mir neulich nochmal in die Hände gefallen ist...

Montag, 28. November 2016

Stoffspielereien: Reste

Eine immer interessante und inspirierende Aktion sind die monatlichen "Stoffspielereien", bei der sich die Teilnehmer etwas zu einem vorgegebenen Thema ausdenken (und bei der ich viel zu selten mitmache, weil ich es immer wieder verschlafe). Das Thema im November lautet "Stoffreste", und Gastgeberin ist dieses Mal Lucy vom Blog Nahtzugabe.

In meinem Stoffrestesack fanden sich alle möglichen Stücke, teilweise größer, teilweise ziemlich klein. Von heißgeliebten Stoffen hebe ich fast jeden Schnipsel auf. Material für ein Stoffresteprojekt war also reichlich vorhanden. Um es nicht zu kunterbunt zu machen, suchte ich mir Reste einer Farbgruppe zusammen: Türkis, Aqua, ein grünliches Blau.


Auch wenn er laut Wikipedia weitgehend aus der Mode gekommen ist, habe ich mir Anfang des Jahres einen Muff genäht, den ich im Winter immer wieder benutze. Besonders, wenn man draußen oft  zu seinem Telefon (oder dem Taschentuch) greifen muss, erweist er sich als praktisch. Nun wollte ich ausprobieren, wie sich ein Muff aus gepatchten Stoffresten macht.

Die Stoffreste für die Vorderseite schnitt ich in 3-5 cm breiten Streifen, die ich aneinandernähte, bis ich die notwendige Breite zusammen hatte. Diese heftete ich dann auf ein passendes Stück Baumwollflanell und quiltete beide Schichten mit parallelen Nähten zusammen. Danach nähte ich das Vorderteil und Hinterteil des Außenstoffs oben zusammen, wobei ich eine Kordel in der richtigen Länge dazwischenfasste.

Die Paspel an den beiden Eingriffseiten des Muffs nähte ich dieses Mal erst dann an, damit nur unten Paspelenden aufeinander stoßen. Das Thermovlies heftete ich auf den Innenstoff, einen dunkelblauen Fleece. Außen und Innen wurde dann zusammengenäht - und fertig war der Patchworkmuff. Wenn er einem zu wild wird, kann man ihn einfach umdrehen...

Den Stoff der Rückseite des Muffs (der in Schnipseln auch auf der Vorderseite vorkommt) muss ich noch einmal gesondert erwähnen. Es handelt sich um den unfassbar schönen, selbst siebbedruckten (!!) Koi-Stoff von Katja vom Blog Glücksmomente. Der eines Tages, einfach so, in meinem Briefkasten lag. Unglaublich - was für ein Geschenk! Lieben Dank nochmal dafür!

Sonntag, 27. November 2016

8 Jahre

Neulich ging unser Mädchen abends, schön herausgeputzt, ins Ballett Schwanensee und schaute zweieinhalb Stunden gebannt zu, ohne zu hibbeln, zu quengeln oder auch nur einmal zu gähnen. Du bist so groß geworden... Herzlichen Glückwunsch zum 8. Geburtstag!

Freitag, 25. November 2016

Freitags | Rebus #115

Jeden Freitag suchen wir hier ein Buch, einen Film, ein Lied, einen Ort, einen Gegenstand, eine Person oder ein Tier, versteckt in einem oder mehreren Bildern. Wer gerne rät, ist herzlich dazu eingeladen. Eure Kommentare bleiben verdeckt und werden gegen Abend veröffentlicht. Unter allen richtigen Antworten verlose ich ein virtuelles Bienchen - und wer drei Bienchen gesammelt hat, bekommt von mir eine kleine Überraschung per Post.

Gesucht wird heute der Name eines Dorfes, in dem Verwandte von uns ein altes Haus hatten. Als ich klein war, haben wir manche Ferien dort verbracht - mit den Eltern, der Oma, Tanten, Onkeln und jeder Menge Cousins und Cousinen. Sand unter den Füßen, über die Dünen zum Meer... Ich denke gern daran zurück.

Mittwoch, 23. November 2016

Me Made Mittwoch [Nussknackerkleid]

Me Made Mittwoch mit dem Kleid, dass ich, ohne die Strickjacke, neulich zum Ballett "Nussknacker" im St. Petersburger Mariinsky-Theater getragen habe. Manche von Euch haben es vielleicht schon in meinen 12 von 12 im November gesehen. Wie Wiebke habe ich bei diesem Outfit zuerst die Stiefel gehabt (in meinem Fall schwarze kniehohe mit flachem Absatz) und dann nach etwas Passendem zum Anziehen gesucht. Meine üblicherweise knieumspielenden Kleider und Röcke sehen dazu nämlich nicht gut aus.

Fündig wurde ich in der Ottobre 5/2015. "Paisley Print" ist ein für mich ungewohnter Schnitt - weit und fast gerade geschnitten. Es gibt kleine Schulterabnäher auf der Rückseite, Brustabnäher und eine leicht geformte rückwärtige Mittelnaht, das war's. Das Thema "Sack" ist also auch hier auf dem Blog angekommen. Auf den Fotos sieht es so aus, als sei das Kleid vorne kürzer als hinten - aber das liegt hoffentlich entweder an der tiefen Kameraposition oder daran, dass ich dazu neige, beim Stehen nach hinten zu kippen.

Gemütlich ist das Kleid jedenfalls (auch wenn ich mich an die eher unförmige Silhouette noch gewöhnen muss), und mit der gekauften langen Strickjacke darüber trage ich es auch gern zu Hause. Der Stoff ist der wunderschöne weiche Double Gauze Birds Eye von Nano Iro. Wie im Schnitt vorgesehen, ist das Kleid bis auf die Ärmel gefüttert. Weil ich groß bin, habe ich es im Oberkörperbereich und unten um jeweils 2 cm verlängert. Die zwei wirklichen Änderungen, die ich an dem Schnitt vorgenommen habe, betreffen die Ärmel und die fehlenden Taschen. Die kurz über den Ellenbogen endende Ärmellänge gefiel mir nicht - und ein Kleid ohne Taschen finde ich äußerst unpraktisch...

Frauen in den unterschiedlichsten selbstgemachten Kleidungsstücken treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Freitag, 18. November 2016

Freitags | Rebus #114

Jeden Freitag suchen wir hier ein Buch, einen Film, ein Lied, einen Ort, einen Gegenstand, eine Person oder ein Tier, versteckt in einem oder mehreren Bildern. Wer gerne rät, ist herzlich dazu eingeladen. Eure Kommentare bleiben verdeckt und werden gegen Abend veröffentlicht. Unter allen richtigen Antworten verlose ich ein virtuelles Bienchen - und wer drei Bienchen gesammelt hat, bekommt von mir eine kleine Überraschung per Post.

Heute suchen wir den Titel einer amerikanischen Fernsehserie, die hier im Hause bimbambuki gerade genetflixt wird. Kennt Ihr sie auch?

Donnerstag, 17. November 2016

Bißchen Farbe fürs Federkleid

Mein Wintermantel und die gefütterten Gummistiefel sind schwarz, der wollene Schal und die Mütze dunkelgrau. Ich mag diese Nicht-Farben. Damit es aber insgesamt nicht zu trist wird, habe ich mir eine farbenfrohe Umhängetasche genäht. Nach eigenem Schnitt, ca. 38 cm lang, 28 cm hoch und 4 cm breit, mit dunkelgrauer Paspel an der Klappe, leuchtend gelbem Gurtband, Reißverschlusstasche auf der Rückseite, Futter und Innenfächern aus gelb-weiß kariertem Baumwollstoff und Magnetverschluss.




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